Chronisch kranke Kinder : Krankheitsbilder : Asthma / Allergien
Asthma bronchiale - Krankheitsbild, Ursachen und Therapieansätze
Asthma betrifft weltweit bis zu 10 % aller Kinder. Es handelt sich um die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter und zeigt ein breites Symptombild vom chronischen Husten des Kleinkindes bis hin zum schweren Asthmaanfall des Jugendlichen.
Beim Atmen fließt Luft durch die Luftröhre, die sich in zwei Äste (Bronchialbaum) aufspaltet. Jeder Bronchus führt in einen Lungenflügel. Dort verzweigt er sich in die Bronchiolen, die schließlich in die Lungenbläschen münden. Sauerstoff diffundiert dort aus der Luft ins Blut, und das Kohlendioxid wird nach außen abgegeben (Gasaustausch). Zilien, winzige haarähnliche Gebilde in den Luftwegen, dienen dem Sekrettransport mundwärts und befördern so Schwebstoffteilchen mit Schleim aus der Lunge.
Unter Asthma bronchiale (griechisch asthma: schweres Atmen) versteht man eine chronisch-entzündliche Atemwegserkrankung, bei der die Atmung durch Krämpfe und Verengungen der Bronchien und Bronchiolen sowie durch Schleimhautschwellungen und vermehrte Schleimbildung behindert ist. Ursache ist zumeist eine Allergie, häufig auf Hausstaubmilben, Tierhaare oder Federn, Schimmelpilze oder Pollen zurückzuführen, aber auch eine Atemwegsinfektion (Infektasthma) und/oder eine körperliche Belastung (Belastungsasthma) kann bei entsprechend vorbelasteten Patienten als Auslöser wirken. Neben den erwähnten Allergien, Infekten und der körperlichen Anstrengung können auch kalte Luft, Wetterwechsel, aber auch psychische Belastungen (Intrinsicasthma) einen Anfall auslösen. Auch toxische Reize, wie zum Beispiel durch Farben, Sprays, Gase kommen als Ursache in Frage.
Häufigkeit und Schwere der Asthmaanfälle sind bei den einzelnen Betroffenen sehr unterschiedlich. Oft ereignen sich Anfälle in der Nacht. Sie beginnen im typischen Fall mit Husten und Atemnot; bei manchen Patienten ist trockener Husten auch das einzige Symptom, jedoch zeigt sich auch in einem späteren Stadium ein feuchter Husten mit der Förderung von großen Mengen Schleim. Die Anfälle können nach wenigen Stunden oder Tagen wiederkehren oder auch über Monate, ja sogar über Jahre ausbleiben. Eine besonders schwere und manchmal tödliche Krankheitserscheinung ist der Status asthmaticus, ein länger andauernder Anfall, bei dem der Patient stationär behandelt werden muss. Bei manchen asthmatischen Kindern verschwinden die Anfälle im Lauf des Heranwachsens, andererseits kann sich ein Heuschnupfen im Laufe der Zeit auch zu einem Asthma bronchiale wandeln. Eine frühe Diagnostik und adäquate Dauertherapie ist deshalb für den langfristigen Verlauf von großer Bedeutung .
Ursachen
Da es keinen simplen Test zur Diagnostik eines Asthma bronchiale gibt, liegt der Schwerpunkt der Diagnostik bei der Anamnese und körperlichen Untersuchung. Beim älteren Kind und Jugendlichen hilft die Durchführung von Lungenfunktionstestungen, insbesondere Provokationstestungen, wie zum Beispiel eine Laufbelastung. Allergietestungen sollten immer durchgeführt werden.
Ist eine Allergie gegen eingeatmete Stoffe die Ursache des Asthmas, wird oft empfohlen, die verursachende Substanz zu meiden (Allergenkarenz), aber das ist in der Praxis nicht immer einfach. Federbetten und Haustiere kann man abschaffen, aber Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Pollen zu meiden ist erheblich schwieriger. Vielfach kann man das Allergen mit einem Hauttest (Hautpricktest) identifizieren; häufig hilft dann eine Hyposensibilisierungsbehandlung, bei der das Allergen über mehrere Jahre hinweg immer wieder in kleinen Dosen injiziert wird oder als Tropfen sublingual (unter die Zunge) verabreicht wird.
Oft ist eine häusliche Allergensanierung anzuraten, insbesondere bei Hausstaubmilbenallergikern empfiehlt sich auch unter anderem die Anschaffung von milbendichten, aber wasserdampfsdurchlässigen Matratzen- und Bettüberzügen.
Unter den Tierepithelien (Tierhaare) ist das Katzenallergen von größter Bedeutung. Man findet es auch in Bereichen, in denen sich nie eine Katze aufgehalten hat, da die Katzenallergene über die Kleidung mitgebracht werden können (Schulklasse!). Falls eine Katze in der Wohnung vorhanden war, bleiben die Katzenallergene über Monate nach Abschaffen des Tieres noch vorhanden und können beim Allergiker Asthmaanfälle auslösen.
Asthmatherapie
Je nach Schweregrad des Asthma bronchiale empfiehlt sich eine entsprechende Therapie nach einem Stufenschema, das je nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand im Lauf der Zeit verändert wird :
Beim Atmen fließt Luft durch die Luftröhre, die sich in zwei Äste (Bronchialbaum) aufspaltet. Jeder Bronchus führt in einen Lungenflügel. Dort verzweigt er sich in die Bronchiolen, die schließlich in die Lungenbläschen münden. Sauerstoff diffundiert dort aus der Luft ins Blut, und das Kohlendioxid wird nach außen abgegeben (Gasaustausch). Zilien, winzige haarähnliche Gebilde in den Luftwegen, dienen dem Sekrettransport mundwärts und befördern so Schwebstoffteilchen mit Schleim aus der Lunge.
Unter Asthma bronchiale (griechisch asthma: schweres Atmen) versteht man eine chronisch-entzündliche Atemwegserkrankung, bei der die Atmung durch Krämpfe und Verengungen der Bronchien und Bronchiolen sowie durch Schleimhautschwellungen und vermehrte Schleimbildung behindert ist. Ursache ist zumeist eine Allergie, häufig auf Hausstaubmilben, Tierhaare oder Federn, Schimmelpilze oder Pollen zurückzuführen, aber auch eine Atemwegsinfektion (Infektasthma) und/oder eine körperliche Belastung (Belastungsasthma) kann bei entsprechend vorbelasteten Patienten als Auslöser wirken. Neben den erwähnten Allergien, Infekten und der körperlichen Anstrengung können auch kalte Luft, Wetterwechsel, aber auch psychische Belastungen (Intrinsicasthma) einen Anfall auslösen. Auch toxische Reize, wie zum Beispiel durch Farben, Sprays, Gase kommen als Ursache in Frage.
Häufigkeit und Schwere der Asthmaanfälle sind bei den einzelnen Betroffenen sehr unterschiedlich. Oft ereignen sich Anfälle in der Nacht. Sie beginnen im typischen Fall mit Husten und Atemnot; bei manchen Patienten ist trockener Husten auch das einzige Symptom, jedoch zeigt sich auch in einem späteren Stadium ein feuchter Husten mit der Förderung von großen Mengen Schleim. Die Anfälle können nach wenigen Stunden oder Tagen wiederkehren oder auch über Monate, ja sogar über Jahre ausbleiben. Eine besonders schwere und manchmal tödliche Krankheitserscheinung ist der Status asthmaticus, ein länger andauernder Anfall, bei dem der Patient stationär behandelt werden muss. Bei manchen asthmatischen Kindern verschwinden die Anfälle im Lauf des Heranwachsens, andererseits kann sich ein Heuschnupfen im Laufe der Zeit auch zu einem Asthma bronchiale wandeln. Eine frühe Diagnostik und adäquate Dauertherapie ist deshalb für den langfristigen Verlauf von großer Bedeutung .
Ursachen
Da es keinen simplen Test zur Diagnostik eines Asthma bronchiale gibt, liegt der Schwerpunkt der Diagnostik bei der Anamnese und körperlichen Untersuchung. Beim älteren Kind und Jugendlichen hilft die Durchführung von Lungenfunktionstestungen, insbesondere Provokationstestungen, wie zum Beispiel eine Laufbelastung. Allergietestungen sollten immer durchgeführt werden.
Ist eine Allergie gegen eingeatmete Stoffe die Ursache des Asthmas, wird oft empfohlen, die verursachende Substanz zu meiden (Allergenkarenz), aber das ist in der Praxis nicht immer einfach. Federbetten und Haustiere kann man abschaffen, aber Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Pollen zu meiden ist erheblich schwieriger. Vielfach kann man das Allergen mit einem Hauttest (Hautpricktest) identifizieren; häufig hilft dann eine Hyposensibilisierungsbehandlung, bei der das Allergen über mehrere Jahre hinweg immer wieder in kleinen Dosen injiziert wird oder als Tropfen sublingual (unter die Zunge) verabreicht wird.
Oft ist eine häusliche Allergensanierung anzuraten, insbesondere bei Hausstaubmilbenallergikern empfiehlt sich auch unter anderem die Anschaffung von milbendichten, aber wasserdampfsdurchlässigen Matratzen- und Bettüberzügen.
Unter den Tierepithelien (Tierhaare) ist das Katzenallergen von größter Bedeutung. Man findet es auch in Bereichen, in denen sich nie eine Katze aufgehalten hat, da die Katzenallergene über die Kleidung mitgebracht werden können (Schulklasse!). Falls eine Katze in der Wohnung vorhanden war, bleiben die Katzenallergene über Monate nach Abschaffen des Tieres noch vorhanden und können beim Allergiker Asthmaanfälle auslösen.
Asthmatherapie
- Prävention - Meiden von Asthma-Auslösern; Hyposensibilisierung; Impfungen
- Schulung - incl. Anleitung zur Selbstmedikation
- Medikation - Notfalltherapie, Dauertherapie
- Weitere Maßnahmen - Rehabilitation, Physio-, Psychotherapie
Je nach Schweregrad des Asthma bronchiale empfiehlt sich eine entsprechende Therapie nach einem Stufenschema, das je nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand im Lauf der Zeit verändert wird :
Schweregrade
| I | II | III | IV |
|---|---|---|---|
|
Inermittierendes Ashtma Symptome < 1x/Monat |
Leichtes Asthma Symptome > 1x/Monat |
Mittelschweres Asthma Symptome > 1x/Woche |
Schweres Asthma Symptome fast ständig |
Dauertherapie
| I | II | III | IV |
|---|---|---|---|
| Inhalation eines kurz wirkenden ß2-Mimetikums in altersgerechter Applikationsform bei Bedarf |
Regelmäßige Inhalation des Natriumsalzes der Cromoglycinsäure (DNCG) bei ungenügender Besserung: Regelmäßige Inhalation von Kortikosteroiden |
Regelmäßige Inhalation von Kortikosteroiden zusammen mit langwirksamen ß2-Mimentika. ggf. Theophyllin als Tabletten oral |
Regelmäßige Inhalation von höher dosierten Kortikosteroiden zusammen mit langwirksamen ß2-Mimentika ggf. zusätzlich Kortison oral |
Bei all diesen Therapiemaßnahmen ist eine effektive Durchführung das Allerwichtigste. Deshalb ist die Schulung der Patienten der wichtigste Bestandteil einer Asthmatherapie (Asthmaschulungsprogramme). Dazu gehört auch die Selbsteinschätzung des Patienten, in der Regel unter Zuhilfenahme eines peak-flow-Meters zur Überprüfung der Lungenfunktion.
Auswirkungen der Krankheit und der Therapien auf das Kind, vor allem mit Blick auf die Schule (Leistungsfähigkeit, psychische Probleme, Belastbarkeit)
Atemnot erzeugt Angst. Angst ist ein möglicher Asthmaauslöser und somit entsteht ein "Teufelskreis". Diese Situation lässt sich am ehesten mit der Sicherheit im Umgang mit Asthma bronchiale vor allem in Belastungssituationen meistern. Der Patient muss neben seiner optimalen medikamentösen Einstellung auch entsprechend für den Umgang mit der Krankheit und der Therapie geschult sein. Es muss ihm auch die Möglichkeit gegeben werden, seine Medikamente regelmäßig einnehmen zu können, sowie sein Verhalten entsprechend seiner Erkrankung anpassen zu können. Auch die Umgebung des Kindes, Eltern, Lehrer, Schulkameraden sollten entsprechend aufgeschlossen sein. Aussprüche wie "Lass dich nicht so gehen!" oder auch Unterforderung sind nicht angebracht. Dass Kinder ihre Erkrankung zum Durchsetzen ihrer Interessen (Vorteile) ausnutzen, ist in der Regel eher selten. Die Leistungsfähigkeit in der Schule von gut therapierten Asthmatikern zeigt unter normalen Umständen keinen Unterschied zu gesunden Kindern. Eine generelle Befreiung vom Sportunterricht ist kaum gerechtfertigt, eventuell kann im Einzelfall eine Teilnahme innerhalb einer selbst gesteckten Leistungsgrenze ohne Benotung vorübergehend notwendig sein.
Mögliche medikamentöse Nebenwirkungen, wie zum Beispiel große Unruhe und Unkonzentriertheit, sollten mit den Eltern und dann mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Auswirkungen und Maßnahmen bei schulischen Unternehmungen (Sportunterricht, Wanderungen, Schullandheimfahrten)
Die unbeeinträchtigte Teilnahme am Schulsport, Leistungssport und natürlich am Freizeitsport ist ein sehr wichtiges Therapieziel beim Asthma bronchiale. Jedoch müssen Lehrer, Trainer und der Patient selbst gut über mögliche Zwischenfälle beim Sport informiert sein und entsprechende Akuttherapiemaßnahmen einleiten können.
Bei vielen Asthma-Patienten kommt es während oder nach körperlicher Belastung zu einer Einengung der Bronchien, die sich in trockenem Reizhusten oder Atembeschwerden bis hin zur Atemnot äußert ("Anstrengungsasthma"). Verantwortlich dafür ist die Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität) der Bronchialschleimhaut der Asthmatiker.
Unter körperlicher Belastung wird von Nasenatmung auf Mundatmung übergegangen.
Damit werden die wichtigen Funktionen der Nase (Reinigen, Anwärmen, Anfeuchten der Luft) ausgeschaltet. Insbesondere trocknet das Bronchialsekret ein und reizt die Schleimhaut, ein vor kurzem zurückliegender oder natürlich auch ein akuter Infekt der Luftwege verstärkt diese Problematik. Bei der Beurteilung des Zustandes des Kindes hilft die Überwachung der Lungenfunktion mit dem peak-flow-Meter.
Deshalb sollten diese Patienten mit Anstrengungsasthma prophylaktisch 10-20 Minuten vor dem Sportunterricht bronchialerweiternde Medikamente (Notfallspray) inhalativ einnehmen.
Der Asthmaanfall wird in erster Linie durch die schnellere Atemfrequenz (Hyperventilation) bei körperlicher Anstrengung ausgelöst. Beim untrainierten Asthmatiker tritt dieser Zustand des schnelleren Atmens (außer Puste kommen) früher ein als beim trainierten Asthmatiker. Durch kontinuierliches Training kann diese Auslöseschwelle nach oben verschoben werden, jedoch ist darauf zu achten, dass bei Allergenkontakt, Wetterwechsel und Infekten dieser Vorteil wieder kurzzeitig aufgehoben werden kann. Der Patient weiß meist am besten, in welcher aktuellen Situation er sich befindet und soll dann seine Leistungsgrenzen selbst bestimmen können (Selbsteinschätzung). Somit ist das sportliche Training ein wichtiger Bestandteil der Asthmatherapie.
Es muss darauf geachtet werden, die langsame Nasenatmung so lange wie möglich trotz Anstrengung beizubehalten. Ein sorgfältiges körperliches Aufwärmen mit allmählicher Steigerung der Anstrengung ist wichtig. Im übrigen sind Sportarten vorteilhaft, die mit Intervall-Belastungen einhergehen (z.B. Ballspiele) und nicht in einem trockenen, staubigen Raum stattfinden . Schwimmen ist eine ideale Sportart für Asthmatiker, entsprechend vorbeugende Maßnahmen zum Erkältungsschutz (gut Abtrocknen, Föhnen, warme Kleidung nach dem Schwimmen) sind zu beachten. Bei Erkältungen ist u.U. eine vorübergehende körperliche Schonung angebracht.
Besonders ungünstig sind alle Belastungen, bei denen anhaltende Mundatmung notwendig ist (z.B. längeres Laufen).
Nach jeder Sportstunde muss eine ausreichende Abkühlung und Körperreinigung erfolgen. Die Haare müssen besonders in der kühlen Jahreszeit gut getrocknet werden, damit das Risiko einer Erkältung gering gehalten wird. Die Kleidung sollte gewechselt werden.
Eine längerfristige Freistellung vom Sport sollte nur in begründeten Ausnahmefällen erfolgen!
Bei schwerem Asthma ist die Integration in eine spezielle Asthma-Sportgruppe anzustreben
Bei Allergikern muss beim Freizeitsport, zum Teil auch beim Schulsport auf mögliche Allergie- und Asthmaauslöser geachtet werden. Sportarten, die mit Tieren zu tun haben (Reitsport) sollten vermieden, erhöhte Ozonwerte und/oder Pollenflug im Sommer bei Freiluftsportarten und Hausstaubmilbenbelastung in Sporthallen sollten beachtet werden.
Krisensituationen meistert man am besten, wenn man das dann notwendige Vorgehen vorbereitet hat. So ist ein Vorgespräch mit dem Kind vor der sportlichen Betätigung sinnvoll, eine Einschätzung der aktuellen Situation (zusätzlicher Infekt, peak-flow-Messung) notwendig, Überprüfung des Vorhandenseins des Notfallsprays (ß-Sympatomimetikum), sowie die Dosisfestlegung (in der Regel 2 Hübe eines Dosieraerosols) wichtig. Die Erstellung eines individuellen Krisenplanes sollte durch den behandelnden Arzt erfolgen und dem Lehrer/Trainer ausgehändigt werden .
Prinzipiell lassen sich die Richtlinien für den Sport treibenden Asthmatiker auch auf Situationen übertragen, die bei Schulausflügen, Wanderungen oder Aufenthalten in Schullandheimen gelten. Bei Wanderungen im Gebirge hat sich für Asthmatiker ein langsames "Angehen" des Berges bewährt, in der Regel ist dann der "Gipfelsieg" ohne große Probleme möglich. Auch hier sollte ein Krisenplan erstellt und vor Beginn der Wanderung mit den Betroffenen durchgesprochen sein, das Vorhandensein von Notfallmedikamenten muss geprüft werden. Mögliche Asthmaauslöser sollten beachtet werden, zum Beispiel Pollenflug, Ozon oder auch Bienen- und Wespenflug bei entsprechend vorhandenen Allergien. Eventuell muss eine Wanderroute entsprechend umgeplant werden, zum Beispiel nicht mitten durch eine blühende Wiese, weg von einem Bienenstock. Im Schullandheim sollte Hausstaubmilbenallergikern eine Sanierung, zum Beispiel durch Mitnahme eines milbendichten Matratzen- und Bettüberzuges und/oder der regelmäßigen Gabe eine Antihistaminikums während des Aufenthaltes ermöglicht werden. Auch hier empfiehlt sich vorher mit den Eltern zu sprechen und ggf. mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu nehmen.
Auswirkungen der Krankheit und der Therapien auf das Kind, vor allem mit Blick auf die Schule (Leistungsfähigkeit, psychische Probleme, Belastbarkeit)
Atemnot erzeugt Angst. Angst ist ein möglicher Asthmaauslöser und somit entsteht ein "Teufelskreis". Diese Situation lässt sich am ehesten mit der Sicherheit im Umgang mit Asthma bronchiale vor allem in Belastungssituationen meistern. Der Patient muss neben seiner optimalen medikamentösen Einstellung auch entsprechend für den Umgang mit der Krankheit und der Therapie geschult sein. Es muss ihm auch die Möglichkeit gegeben werden, seine Medikamente regelmäßig einnehmen zu können, sowie sein Verhalten entsprechend seiner Erkrankung anpassen zu können. Auch die Umgebung des Kindes, Eltern, Lehrer, Schulkameraden sollten entsprechend aufgeschlossen sein. Aussprüche wie "Lass dich nicht so gehen!" oder auch Unterforderung sind nicht angebracht. Dass Kinder ihre Erkrankung zum Durchsetzen ihrer Interessen (Vorteile) ausnutzen, ist in der Regel eher selten. Die Leistungsfähigkeit in der Schule von gut therapierten Asthmatikern zeigt unter normalen Umständen keinen Unterschied zu gesunden Kindern. Eine generelle Befreiung vom Sportunterricht ist kaum gerechtfertigt, eventuell kann im Einzelfall eine Teilnahme innerhalb einer selbst gesteckten Leistungsgrenze ohne Benotung vorübergehend notwendig sein.
Mögliche medikamentöse Nebenwirkungen, wie zum Beispiel große Unruhe und Unkonzentriertheit, sollten mit den Eltern und dann mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Auswirkungen und Maßnahmen bei schulischen Unternehmungen (Sportunterricht, Wanderungen, Schullandheimfahrten)
Die unbeeinträchtigte Teilnahme am Schulsport, Leistungssport und natürlich am Freizeitsport ist ein sehr wichtiges Therapieziel beim Asthma bronchiale. Jedoch müssen Lehrer, Trainer und der Patient selbst gut über mögliche Zwischenfälle beim Sport informiert sein und entsprechende Akuttherapiemaßnahmen einleiten können.
Bei vielen Asthma-Patienten kommt es während oder nach körperlicher Belastung zu einer Einengung der Bronchien, die sich in trockenem Reizhusten oder Atembeschwerden bis hin zur Atemnot äußert ("Anstrengungsasthma"). Verantwortlich dafür ist die Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität) der Bronchialschleimhaut der Asthmatiker.
Unter körperlicher Belastung wird von Nasenatmung auf Mundatmung übergegangen.
Damit werden die wichtigen Funktionen der Nase (Reinigen, Anwärmen, Anfeuchten der Luft) ausgeschaltet. Insbesondere trocknet das Bronchialsekret ein und reizt die Schleimhaut, ein vor kurzem zurückliegender oder natürlich auch ein akuter Infekt der Luftwege verstärkt diese Problematik. Bei der Beurteilung des Zustandes des Kindes hilft die Überwachung der Lungenfunktion mit dem peak-flow-Meter.
Deshalb sollten diese Patienten mit Anstrengungsasthma prophylaktisch 10-20 Minuten vor dem Sportunterricht bronchialerweiternde Medikamente (Notfallspray) inhalativ einnehmen.
Der Asthmaanfall wird in erster Linie durch die schnellere Atemfrequenz (Hyperventilation) bei körperlicher Anstrengung ausgelöst. Beim untrainierten Asthmatiker tritt dieser Zustand des schnelleren Atmens (außer Puste kommen) früher ein als beim trainierten Asthmatiker. Durch kontinuierliches Training kann diese Auslöseschwelle nach oben verschoben werden, jedoch ist darauf zu achten, dass bei Allergenkontakt, Wetterwechsel und Infekten dieser Vorteil wieder kurzzeitig aufgehoben werden kann. Der Patient weiß meist am besten, in welcher aktuellen Situation er sich befindet und soll dann seine Leistungsgrenzen selbst bestimmen können (Selbsteinschätzung). Somit ist das sportliche Training ein wichtiger Bestandteil der Asthmatherapie.
Es muss darauf geachtet werden, die langsame Nasenatmung so lange wie möglich trotz Anstrengung beizubehalten. Ein sorgfältiges körperliches Aufwärmen mit allmählicher Steigerung der Anstrengung ist wichtig. Im übrigen sind Sportarten vorteilhaft, die mit Intervall-Belastungen einhergehen (z.B. Ballspiele) und nicht in einem trockenen, staubigen Raum stattfinden . Schwimmen ist eine ideale Sportart für Asthmatiker, entsprechend vorbeugende Maßnahmen zum Erkältungsschutz (gut Abtrocknen, Föhnen, warme Kleidung nach dem Schwimmen) sind zu beachten. Bei Erkältungen ist u.U. eine vorübergehende körperliche Schonung angebracht.
Besonders ungünstig sind alle Belastungen, bei denen anhaltende Mundatmung notwendig ist (z.B. längeres Laufen).
Nach jeder Sportstunde muss eine ausreichende Abkühlung und Körperreinigung erfolgen. Die Haare müssen besonders in der kühlen Jahreszeit gut getrocknet werden, damit das Risiko einer Erkältung gering gehalten wird. Die Kleidung sollte gewechselt werden.
Eine längerfristige Freistellung vom Sport sollte nur in begründeten Ausnahmefällen erfolgen!
Bei schwerem Asthma ist die Integration in eine spezielle Asthma-Sportgruppe anzustreben
Bei Allergikern muss beim Freizeitsport, zum Teil auch beim Schulsport auf mögliche Allergie- und Asthmaauslöser geachtet werden. Sportarten, die mit Tieren zu tun haben (Reitsport) sollten vermieden, erhöhte Ozonwerte und/oder Pollenflug im Sommer bei Freiluftsportarten und Hausstaubmilbenbelastung in Sporthallen sollten beachtet werden.
Krisensituationen meistert man am besten, wenn man das dann notwendige Vorgehen vorbereitet hat. So ist ein Vorgespräch mit dem Kind vor der sportlichen Betätigung sinnvoll, eine Einschätzung der aktuellen Situation (zusätzlicher Infekt, peak-flow-Messung) notwendig, Überprüfung des Vorhandenseins des Notfallsprays (ß-Sympatomimetikum), sowie die Dosisfestlegung (in der Regel 2 Hübe eines Dosieraerosols) wichtig. Die Erstellung eines individuellen Krisenplanes sollte durch den behandelnden Arzt erfolgen und dem Lehrer/Trainer ausgehändigt werden .
Prinzipiell lassen sich die Richtlinien für den Sport treibenden Asthmatiker auch auf Situationen übertragen, die bei Schulausflügen, Wanderungen oder Aufenthalten in Schullandheimen gelten. Bei Wanderungen im Gebirge hat sich für Asthmatiker ein langsames "Angehen" des Berges bewährt, in der Regel ist dann der "Gipfelsieg" ohne große Probleme möglich. Auch hier sollte ein Krisenplan erstellt und vor Beginn der Wanderung mit den Betroffenen durchgesprochen sein, das Vorhandensein von Notfallmedikamenten muss geprüft werden. Mögliche Asthmaauslöser sollten beachtet werden, zum Beispiel Pollenflug, Ozon oder auch Bienen- und Wespenflug bei entsprechend vorhandenen Allergien. Eventuell muss eine Wanderroute entsprechend umgeplant werden, zum Beispiel nicht mitten durch eine blühende Wiese, weg von einem Bienenstock. Im Schullandheim sollte Hausstaubmilbenallergikern eine Sanierung, zum Beispiel durch Mitnahme eines milbendichten Matratzen- und Bettüberzuges und/oder der regelmäßigen Gabe eine Antihistaminikums während des Aufenthaltes ermöglicht werden. Auch hier empfiehlt sich vorher mit den Eltern zu sprechen und ggf. mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu nehmen.
Literatur
1. H. Lindemann, F. Riedel: Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter, 1999, incl. CD Rom, Georg Thieme Verlag
2. K. P. Paul: Asthma bei Kindern, Hilfen für Eltern und Kinder, 1998, Springer Verlag
2. K. P. Paul: Asthma bei Kindern, Hilfen für Eltern und Kinder, 1998, Springer Verlag
